Herzlich willkommen im Sprechstil Atelier

Sprechen wie ein Profi

Wir bieten dir mit unserer Sprecherausbildung Mediensprechen eine 100% praxisorientierte Grundlagenausbildung als Sprecher*in - in einem einjährigen modularen aufeinander aufbauenden Konzept mit individuellem Feedback und begleitendem Lerncoaching. Darüber hinaus findest du bei uns regelmäßig themenspezifische Aufbau-Workshops und persönliches Einzelcoaching.

Sprecherausbildung Mediensprechen

  • 13-monatige Sprecherausbildung
  • Praxiserfahrene Trainerinnen und Trainer
  • Körper-, Atem- und Stimmtraining
  • Sprechtechnik und Grundlagen der Textarbeit
  • Mix aus Präsenztraining und Transferarbeit zuhause
  • Kontinuierliche Feedback- und Entwicklungsgespräche
  • Praxistraining anhand verschiedener Medienformate, z.B. Erklärtext, Audioguide, Imagemedien, Prosa und anderer erzählender Literatur, Hörspiel und Werbung
  • Training in professionellen Tonstudios

Die Sprecherausbildung Mediensprechen bieten wir in zwei Varianten an: In regelmäßigen Wochenendworkshops oder kompakter in vier Retreats.

Nächster Infoabend in Düsseldorf für die Sprecherausbildung "Workshops":

Di, 12. November '19, 19-21h

Neue Info-Call Termine gibt es in Kürze. Du möchtest jetzt schon Infos? Dann melde Dich unverbindlich bei lilian[at]sprecher-ausbildung.de


Anmeldung zu den kostenlosen Infoabenden und Info-Calls an kontakt[at]sprecher-ausbildung.de


Unser Blog

Kolleg*innen gesucht!

Wir suchen ab 2020 Trainer*innen für die Grundlagenausbildung Mediensprechen. Bewirb Dich jetzt, gib Dein sprecherisches Wissen an unsere Teilnehmer*innen weiter und werde Teil eines tollen Teams! Übrigens: Um Dich bei uns zu bewerben, musst Du nicht aus der Region Düsseldorf kommen. Unsere Workshops finden zwar in Düsseldorf statt - alles andere ist aber nach Absprache auch per Videotelefonie möglich. Lass' uns einfach quatschen. Hier geht's zur Ausschreibung.

Acht Sprecher, ein Skript und ihre Reise

Unser Jahrgang 18-01 feiert seinen Abschluss

Trommelwirbel und Fanfaren! Unser Jahrgang 18-01 der Sprecherausbildung Mediensprechen hat seinen Abschluss gefeiert. Wir sind stolz wie bolle und wünschen allen Sprecherinnen und Sprechern kometenhaften Erfolg & alles Liebe für Ihre Zukunft!

Zum Abschluss beschreibt unsere Absolventin Vicky die Zeit im Sprechstil Atelier mit ihren eigenen Worten:

17. März 2019, 10 Uhr morgens. Acht Sprecher versammeln sich gut gelaunt vor den Toren eines Aufnahmestudios, bereit ihr Skript aus neun Seiten zu finalisieren – mit ihrer Stimme: Dirk Fried „Frieda“, Kathrin Wiggins, Enisa Nesimovic, JanWeffer – unser Kücken, Kathrin Kirschner, Katrin Bieck, Lisa Kamphuis und Vicky Kessler.

 

Es geht durch die Pforte, die Treppe herunter in den Keller und in den gläsernen Studiokomplex. Das Mischpult ist schon bereit, die Lampen leuchten und blinken in verschiedenen Farben, die Monitore werden eingeschaltet und die DAW (Digital Audio Workstation) gestartet. Durch ein großes Fenster sieht man mehrere Mikrofone in ihren Spinnen hängen, die nur darauf warten Impulse in sich aufzunehmen.

 

Geplant ist ein Feature in dem drei Freunde im Dialog ein Rezept zubereiten, während die anderen Sprecher als Erzähler fungieren und Teile des Geschehens erklären oder kommentieren. Warum weint man wegen einer Zwiebel, was ist Safran und was macht es so besonders, warum benutzt man Knochenmark zum kochen?

 

Als der erste Sprecher, Frieda, sich vor dem Mikrofon aufbaut, eingepegelt wird und seine ersten Zeilen ließt, steigt die Spannung – bei ihm und bei mir. Das Rotlicht geht an. Als Tontechnikerin kenne ich das Aufnahme-Prozedere gut, es ist für mich Routine. Aber heute ist es anderes, weil ich Frieda begleitet habe, ein Jahr, ich habe seine Entwicklung mitgemacht – bewusst und unbewusst, wenn wir in den diversen Workshops miteinander trainiert haben.

 

Ich habe im vergangenen Jahr noch mehr gelernt was Stimme ausmacht, wie Sie sich anhört und anfühlt, wie jeder individuell sein „Mischpult“ einsetzten kann. Ich kann den Stimmklang und das Sprechen besser beschreiben.

 

Zusammen mit Lisa führe ich die Regie und wir sprechen lebhaft miteinander, während und nachdem Friedas Zeilen durch die Lautsprecher erklingen. Hin und wieder geben wir Anweisungen über das Kommando: „Das klingt gut!“, „Hier muss er sich noch ein bisschen Zeit lassen...“, „Auf diesem Wort brauchen wir die Betonung“, „Trink mal ein bisschen...“, „Bleib cool, das läuft!“, „Boah... geile Brustresonanz!“.

 

Fünf Stunden später, die letzten Zeilen werden eingesprochen. Das Ding ist fertig, hat Farbe bekommen durch so wundervolle, unterschiedliche Stimmen. Aus Worten wurden Bilder und Gedanken. Auch wenn es unsere Aufgabe gewesen ist, ein Gruppenprojekt zu produzieren, so konnten wir selber den Inhalt kreativ gestalten. Bis zum Schluss konnte sich jede Sprecherin und jeder Sprecher für eine Rolle entscheiden und sie individuell füllen.

 

52 Tage später in der Tannenstraße 13 – eine halbe Ewigkeit – endlich ist es soweit: Die Zertifikatsfeier. Wir haben es geschafft. 20 Workshop-Einheiten - von Prosa über Erklärtexte bis hin zur Werbung. Körper, Geist und Stimme sind aufgelevelt. Jetzt wird gefeiert! Mit Anti Pasti, Wein und guter Laune. Die Abschlussstücke werden unter Applaus abgespielt, für jeden gibt es neben dem Zertifikat auch noch ein Blümchen. Später am Abend kommt Kinoatmosphäre auf, denn unser Gruppenprojekt wird abgespielt. Wie im Kino werden die Stühle zwischen die zwei Boxen der Anlage aufgereiht und für die Trainer*innen ist es das erste Mal. Mit frischen Ohren hören sie unser Werk. Es ist mucksmäuschenstill…

 

Unsere Reise endet hier und etwas Neues beginnt. Ich bin dankbar für diese lehrreiche Erfahrung und nehme die Impulse nun mit auf meinen Weg, Sprecherin zu werden.

 

Vicky Kessler

Mit den Ohren Fußball gucken?!

Unsere Trainerin Lilian Wilfart war für das Sprechstil Atelier unterwegs beim „Expertenforum Sehbehinderten- und Blindenreportage“.

“Woche für Woche arbeiten ehrenamtliche Reporter und Reporterinnen daran, per lokaler Funkübertragung, Sehbehinderten und Blinden Menschen in deutschen Fußballstadien das Spielgeschehen auf dem Platz zu beschreiben. Es ist die detailgetreue, sehr genaue Schilderung jeder Spielsituation, die den Unterschied zur Übertragung im Radio macht. Getreu dem Motto: Mit den Ohren sehen.” - so beschreibt das Projekt Fußball Blinden-Reportage selbst seine spannende Aufgabe.

 

Die Reporter*innen werden vor einige Herausforderungen gestellt - stimmlich wie sprecherisch. Da die meisten keine Vorerfahrung besitzen, wurde ich am 12. Januar im Rahmen des 10. Expertenforums für Sehbehinderten- und Blindenreportage in Karmen als Trainerin eingeladen, um mit ihnen zu arbeiten.

Die ehrenamtlichen Sprecher*innen lernten einfache Möglichkeiten kennen, sich stimmlich und sprecherisch auf die Live-Situation vorzubereiten, ihr Instrument zu trainieren und aufzuwärmen. Wie hält man zum Beispiel die 90 Minuten Spieldauer unter schweren Bedingungen durch, ohne heiser zu werden? Darüber hinaus entwickelten die Teilnehmer*innen ein Bewusstsein für ihre eigene Stimme und ihr Sprechen. Wie klinge ich eigentlich für andere Ohren? Und wie kann ich mein Sprechen noch nutzerfreundlicher gestalten? Letzteres wurde auch gleich in der Praxis geprüft. Denn mehrere sehbehinderte oder blinde Menschen nahmen ebenfalls an den Trainingsrunden teil und konnten den Sprecher*innen unmittelbar wertvolles Feedback geben.

Es waren zwei lebendige Trainingsrunden in denen auch ich als Trainerin noch viel Neues erfahren habe. Die Teilnehmer*innen warfen sich mutig ins Geschehen und waren positiv überrascht, wie viel sie in so kurzer Zeit schon positiv verändern konnten.

 

Es ist schön zu sehen, dass es so viele engagierte Menschen gibt, die sich mit voller Freude und Leidenschaft diesem Thema widmen und den Sehbehinderten- und Blinden somit das Erlebnis im Stadion ermöglichen. Und es freut mich, dass die ehrenamtlichen Sprecher*innen so gut gefördert und unterstützt werden. Mehr zum Thema Fußball-Blindenreportage findet ihr hier: http://www.fussball-blinden-reportage.de

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